|
Echinacea und Umckaloabo
Umckaloabo - unaussprechlich und doch so bekannt. Die Geranienart wurde 1897 von Charles Henry Stevens in Afrika entdeckt. Der kranke Engländer wurde von einem Zulu-Medizinmann mit einem Wurzelsud aus der Kapland-Pelargonie behandelt - mit durchschlagendem Erfolg.
Es wird vermutet, dass es zur Bezeichnung Umckaloabo durch ein Missverständnis kam. Tatsächlich stehen die Zulu-Wörter "umkhuhlane" für fiebrige Krankheiten und "uhlabo" für Brustschmerz.
Umckaloabo bedeutet in der Zulu Sprache in etwa "großer Husten" und bezeichnete vermutlich die Diagnose. Stevens aber fasste "Umckaloabo" als Bezeichnung für das ihm verabreichte Mittel auf. Gewonnen wird der Wirkstoff aus der Wurzel der Kapland-Pelargonie, Pelargonium sidoides
Nicht nur gegen Husten
In ihrer Heimat wird der Extrakt aus der Pelargonienwurzel nicht nur gegen Husten, sondern auch gegen viele andere Krankheiten eingesetzt. Er hat eine antibakterielle Wirkung und verhindert, dass sich Bakterien auf der Schleimhaut festsetzen. Bei uns ist der Extrakt aus der Pelargonie noch nicht so lange bekannt.
Umckaloabo setzt sich aus vielen verschiedenen Wirkstoffen zusammen: Cumarin, Phenole, Kieselerde und Kalzium sind enthalten. Vor einer Anwendung von Umckaloabo sollte immer eine Absprache mit dem Arzt erfolgen
Dekorative Zierpflanze
Nicht nur als Heilpflanze ist Pelargonium sidoides bei uns bekannt, sondern auch als Zierpflanze. Sie wird bis zu 60 Zentimeter hoch und verzweigt sich gut. Die Blüten sind tiefrot und duften leicht. Diese Geranie braucht eine humose und durchlässige Erde und sollte regelmäßig gedüngt werden. Im Sommer kann die Pflanze auf dem sonnigen Balkon oder der Terrasse stehen.
Vor dem ersten Frost sollte sie eingeräumt und bei Temperaturen um die 15°C überwintert werden. Im Winterquartier sollte man die Pflanze seltener gießen und stauende Nässe unbedingt vermeiden. Umgetopft wird nur alle zwei bis drei Jahre.
Heilpflanze Echinacea
Alle Arten des nordamerikanischen Roten Sonnenhuts können als Heilpflanze verwendet werden, wobei sich die Wirkungen etwas unterscheiden. Zu medizinische Zwecken werden die Wirkstoffe der Arten E. pallida, E. angustifolia und der im Garten bekannte Echinacea purpurea extrahiert.
Anwendungsgebiete von Echinacea-Produkten liegen im Bereich der Atem- und Harnwege sowie in der Verbesserung des Immunsystems. Zur äußerlichen Anwendung wird Echinacea zur Wundheilung dargereicht. Je nach Art stellen Wurzeln oder Laub die Ausgangsform der Produkte dar.
Prachtvolle Gartenstaude
Vor allem der Rote Sonnenhut ist in unseren Hausgärten bekannt und ist eine wundervolle Persönlichkeit zwischen Skabiosen, Schleierkraut und Indianernessel. Auch in Kombination mit Rosen hat er eine starke Wirkung, wobei die Eignung als Schnittblume die zwei als Partner perfekt machen.
Der Rote Sonnenhut ist eine typische Beetstaude, die sonnenhungrig ist und frischen, humosen Boden mag. Sehr genügsam ist die verwandte Echinacea pallida. Sie ist weniger bekannt, findet aber als Präriestaude immer mehr Beachtung in extensiven Pflanzungen.
quelle:br-online.de
Nachricht vom
5.2.10 03:53
|